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Logbuch
von
Clive Stewart
Ostafrika und Trauminseln im indischen Ozean
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06.01.2004 Safaga/Ägypten Ganz wie das zu erwarten war ist die Ankunft in Afrika ein wenig chaotisch, aber wir freuen uns alle schon gewaltig auf eine spannende und erholsame Reise. Das Visum wurde jedem Gast erteilt und wir sind nach Stunden geduldigen Wartens in Hurghada im Regen durch die Wüstenlandschaft nach Port Safaga gereist. Dort sehen wir unsere Maxim Gorki und an Bord werden wir mit Sekt begrüßt.
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07.01.2004 Auf See Nach einer heftigen
Nacht beginnt der Tag wunderschön. Bei Sonnenstrahlen und blauem Himmel
frühstücken wir bequem draußen am Pool, glücklich, Schnee, Kälte und
Schmuddelwetter zu Hause verlassen zu haben. Hier haben wir eine
Lufttemperatur von 20 Grad und eine Wassertemperatur von 20 Grad, bleiben da
noch Wünsche offen?
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08.01.2004 Port Sudan Nach zähen Verhandlungen ging es doch! Unser unangemeldeter Besuch in Port
Sudan bei bewölktem Himmel war sicher nicht das Highlight dieser Reise, aber
dennoch sehr interessant. Nach den Warnungen von Cruisedirector Klaus
Gruschka waren wir alle relativ eingeschüchtert und blieben erst einmal eng
zusammen in der staubigen und chaotischen Hafenstadt. Doch dann sind wir
immer mutiger geworden und fühlten uns nach kurzer Zeit fast völlig
verloren, aber die vielen lachenden Gesichter und freundlichen Blicke haben
uns beruhigt. Wir haben nichts kaufen können, obwohl alles offensichtlich
billig war, denn unsere US-Dollars wurden von keinem als Zahlungsmittel
anerkannt!
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09.01.2004 Auf See Da wir heute einen Seetag im Roten Meer haben, hatten wir Zeit, uns zu
informieren, was uns bei den verschiedenen Ausflügen dieser Reise begegnen
könnte. Reiseleiter Joe zeigte uns eine Reihe Dias im Maxim Theatre von
vorigen Touren, um uns ein Eindruck zu geben, welcher Ausflug für uns der
schönste wäre. Dort sahen wir auch den fertigen Film von der ersten Etappe
dieser Welt Reise - Bremerhaven nach Kairo - lustige Szenen von Tour Guides,
beeindruckende Bilder von Lissabon bis Tripolis.
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10.01.2004 Auf See Noch immer unterwegs Richtung Mombasa: kein Land in Sicht, daher können wir
uns freuen, dass es so viele Angebote an Bord gibt. Heute haben einige von
uns die Malstunde von Nicol Menz wahrgenommen und ganz tolle Bilder mit
Wasserfarbe kreiert, andere haben mit Muscheln und Kleber Ihre Arbeiten
angefertigt. Auf jeden Fall waren wir alle voll beschäftigt mit der Kunst.
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11.01.2004 Auf See Auf hoher See rund um das Horn von Afrika haben wir unter den vielen anderen Angeboten auch ein bisschen Unterricht in den praktischen Grundlagen der Menschenkenntnis: Gesichtsausdruckskunde, Naturell-Lehre nach Carl Huter 1861-1912, vorgetragen von Karla Gut. In der bequemen Rossia Lounge durften wir hören, wie wir verschiedene Charaktere erkennen können mit Hilfe der Gesichtsform-Analyse. Heute ging es um Nasen und nachdem wir eine Reihe von Dias gesehen haben, waren wir in der Lage zu erkennen, ob jemanden ein Genießer ist, eine „ästhetische“ oder „Willens-„Nase hat und somit können wir auch Rückschlüsse auf den Charakter dieses Menschen ziehen!
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12.01.2004 Auf See Einen Seetag, an dem das Thema Kannibalismus sehr beherrschend zu sein
scheint! Einige der Gäste haben sich als tollkühne Stammesoberhäupter,
Haremsdamen, Eunuchen und vieles mehr verkleidet, da wir abends eine
Karneval-Tanz-Nacht gefeiert haben. Viel Blödsinn, noch mehr Spaß und
überall wurden griesgrämige Gesichter vertrieben.
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Auf See 13.01.2004 Heute haben wir den Äquator überquert! Dieses Ereignis haben wir mit einer
Zeremonie gefeiert. Neptun gab den Befehl, all die unsauberen Gäste aus dem
kalten Norden mit Wasser aus seinem Reich zu reinigen. Eine Reihe von
Teufeln und Assistenten haben auf Neptuns Befehl sofort einige Passagieren
gefangen und zum Swimming-Pool gebracht, wo Sie gründlich „gereinigt“ worden
sind.
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14.01.2004 Mombasa/Kenia Früher als angekündigt sind wir am Ziel. Von Mombasas Hafen ist es nur eine
kurze Busfahrt bis zur Stadtmitte. Mit dem Fahrrad nur fünfzehn Minuten,
aber das unter ganz anderen Bedingungen als zu Hause. Hier hält keiner für
einen Augenblick an, es sei denn, um Fahrgäste abzusetzen oder aufzunehmen.
Dies passiert auf eine absolut chaotische Art, Unfälle werden nur durch
reaktionsschnelles Bremsen verhindert. Bei 32 Grad und keiner einzigen Ampel
auf der ganzen Insel ist Fahrradfahren hier eine ganz heiße Sache!
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15.01.2004 Mombasa/Kenia Einigen von uns haben sich eine Fahrt ins Landesinnere geleistet, um an
einer Safari teil zu nehmen. Es ist trotz vieler wilder Tiere kein einziger
Gast vorlorengegangen. Andere haben den Tag damit verbracht, die ganzen
Angebote der Einheimischen anzuschauen. Mombassas Einwohner sind gegenüber
Touristen sehr freundlich und egal, ob sie was verkaufen können oder nicht,
sind sie immer bereit ihr schönstes Lachen zu zeigen und wir hören von allen
Seiten ein herzliches "Jambo" (Willkommen).
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16.01.2004 Zanzibar/Tanzania Zanzibar, eine Insel, zu der wir mit Tenderbooten fahren, liegt nicht weit
vor der Küste Tanzanias in Ostafrika. Bei bedecktem Himmel landen wir
morgens vor 10 Uhr und haben den ganzen Tag Zeit, diese ehemalige deutsche
Kolonialstadt kennenzulernen. Auf dem Marktplatz kaufen wir zu günstigen
Preisen Gewürze, wofür diese Insel sehr bekannt ist. Von den ehemaligen
Hauptwirtschaftszweigen Sklavenmarkt und Fisch-/Fleischhandel ist nur noch
der letzte übrig geblieben, obwohl es den meisten von uns erscheint, als ob
die hygienischen Zustände hier nicht ganz dem europäischen Standard
entsprechen.
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17.01.2004 Auf See Da wir heute auf See sind, freuen wir uns, dass es der Tag ist, an dem das
Gala-Buffet serviert wird. Die Küche hat sich besondere Mühe gegeben und der
folgende Gala-Show-Express im Musiksalon zeigt uns eine Reihe von Künstlern,
die alles bieten, Magie, Gesang, Humor und Tanz. Auf jeden Fall
Unterhaltung für jeden.
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18.01.2004 Mamoutzou/Mayotte Auf Reede vor der französischen Insel Mamoutzou, einem Paradies zwischen
Afrika und Madagaskar. Hier macht jeder für sich einen Ausflug unter
strahlender Sonne. Die einen sind mit dem Taxi gefahren eine Stunde südlich
zum schönsten Strand, wo sich Schildkröte streicheln lassen und das Tauchen
sehr viel Spaß macht. Andere machen sich auf den Weg zum Aussichtspunkt, um
sich einen Überblick zu verschaffen und das Foto für Freunde und Familie zu
knipsen.
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19.01.2004 Auf See Für diejenigen, die noch nicht gewusst haben, wie wir zurecht kommen auf
hoher See in so einen riesigen Schiff, zeigte die russische Besatzung heute
bei eine Brückenführung, was alles dort oben geschieht. Unsere Fragen über
Geschwindigkeit, Richtung und warum sich ein 25.000 BRT schwerer Stahlkörper
nicht einfach umdreht und die 600 Meter bis zum Meeresboden sinkt, wurden
zur vollsten Zufriedenheit jedes Passagiers beantwortet.
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20.01.2004 Toamasina/Madagaskar Die viertgrößte Insel der Welt, Madagaskar, haben wir heute besucht und
einige von uns sind zum ersten Mal mit Rikshas in die Stadt Toamasina
gefahren. Dort gibt es einen sehr günstigen Markt, wo wir Souvenirs kaufen
können, z.B. Gewürze oder auch Diamanten, aber auch Elektrogeräte und
Betten. Nachmittags haben wir Gelegenheit, die nur auf Madagaskar lebenden
Lemuren zu sehen. In einem Zoo können wir Sie anfassen und über uns sprangen
wilden Affen hin und her und machten eine Mordskrach.
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21.01.2004 Auf See Heute war unser russischer Tag. Nachmittags servierte uns die Besatzung
russischen Tee und Süßigkeiten, begleitet von russischer Musik, das
russische Abendessen war absolut vorzüglich und beim russischen Abend
staunten wir alle, was unsere Kellnerinnen und Zimmermädchen so alles drauf
haben.
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22.01.2004 La Reunion Französisch war heute angesagt, als wir in La Reunion in Euro bezahlen
durften. Hoch in den Himmel sind wir gefahren über Wolken und fast bis zur
Spitze dieser Vulkaninsel. Auf der eine Seite war alles grün und regnerisch,
Wasserfälle strömten sogar bis auf die Strasse von Hunderten von Meter über
uns, manchmal knallte die Sonne leuchtend durch und der aufsteigende
Wasserdampf verlieh allem eine zauberhafte Atmosphäre. Als wir an der
Westküste landeten, war der Himmel wieder strahlend blau und ein Sprung ins
Meer war angesagt - herrliche 28° warm.
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23.01.2004 Port Louis/Mauritius Mauritius, eine Insel mit hohen Bergen, die manchmal wie eine Landschaft auf
einem weit entfernten Stern wirkt, wurde heute von uns überfallen. Nach
Norden, Süden und Osten sind wir von der Hauptstadt Port Louis losgefahren.
In Bussen und gemieteten Autos haben wir versucht, alles zu sehen in den
wenigen Stunden, die uns zu Verfügung standen. Alte Vulkane, teilweise
überwachsen und im inneren mit Bäumen waren fast überall zu sehen. Die
Spitzen dieser Vulkane sind teilweise abgebrochen und verleihen der Szenerie
einen seltsamen Touch, fast wie am Set eines Sciencefictionfilms.
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24.01.2004 Auf See Heute bekamen wir Bilder von Gästen zu sehen, die bei Nicole Menz Kurse
besucht haben. Nachmittags in der Bibliothek waren lauter bunte fröhliche
Acrylbilder ausgestellt mit Landschaften Nord-Italiens, Blumen und
Seelandschaften. Es war eine Freude zu sehen, dass sich einige von uns sich
mit der Malerei beschäftigt haben, als wir auf See waren und diese
einmaligen Erinnerungsstücke dann auch mit nach Hause nehmen können als
Andenken an unsere Reise im Indischen Ozean.
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25.01.2004 Auf See ![]() Endlich war es so weit! Der Film „Ostafrika und Trauminseln im Indischen Ozean“ wurde uns im Maxim-Theater vorgestellt. Wir haben uns gefreut, das sehr professionelle und auch persönliche dokumentarische Tagebuch zu sehen. Die Reisebegleiter, die mit uns auf verschiedenen Fahrten unterwegs waren, sind auch zu Hause noch einmal zu sehen und verschwinden nicht ganz aus unserem Gedächtnis. Schön, dass ein Videoprofi mit einer richtig guten Kamera unterwegs war und alles festgehalten hat, was uns sonst vielleicht nicht so gut gelungen wäre.
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26.01.2004 Victoria/Mahe/Seychellen Für viele von uns kommt nun der letzte Abschnitt dieses Urlaubes, die
Trauminsel Mahe auf den Seychellen. Um 08:30 ging es dann los, wir sind in
der Hauptstadt Victoria angekommen. Die ehemalige englische Kolonie scheint
sich trotz wirtschaftlich schlechter Lage sehr wohl präsentieren zu können.
Keinen Spur von Armut, kein Berg von verlassenen Abfällen, sondern
ordentliche Strassen, manche Strassen scheinen fast in einem besseren
Zustand zu sein als zuhause. Wir mussten nur aufpassen, dass wir nicht all
zu nahe am Strassenrand laufen, da es dort sehr tiefe Gullies gibt für die
Zeiten, in denen der Regen in Strömen die Strassen flutet.
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