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Logbuch
von Wolf
Becker
Fernost Total
Max 124 vom 13.02.2004 - 01.03.2004
Von Laem Chabang/Thailand bis Osaka/Japan
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Freitag, 13. Februar 2004
Bangkok/Thailand
Nach 9 ½ Stunden Flug
sind wir glücklich in Bangkok gelandet. Thailand meint es gut mit uns und
begrüßt uns mit Sonnenschein und 30° C Temperatur. Erinnerungen über das
gerade noch verinnerlichte nasskalte Wetter in Deutschland werden wach.
Erstaunt über die sich positiv und modern entwickelte Infrastruktur von
Bangkok erreichen wir nach 2-stündiger Busfahrt unsere hell erleuchtete
„Maxim“ in der Abenddämmerung von Leam Chabang. Die große Reise Fernost
total kann beginnen.
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Samstag, 14.
Februar 2004
Leam Chabang/Thailand
Mit dem Taxi sind wir
zu einem der bekanntesten Strände Thailands unterwegs. Geschäftiges Treiben
in der Shopping-Meile in Süd-Pattaya. Die Gerüche der thailändischen
Kochkunst steigen uns an jeder Straßenecke in die Nase. Überall wird
gebrutzelt und gekocht. Vom Strand aus bringen uns Boote auf eine vor der
Stadt liegenden Insel, baden ist angesagt. Nachmittags, zurück auf dem
Schiff, findet die vorgeschriebene Rettungsübung statt.
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Sonntag, 15. Februar 2004
Auf See
Wir fahren von Leam
Chabang an der thailändischen, kambodschanischen und vietnamesischen Küste
entlang. Man kann die Küste nicht sehen, nur ahnen, denn im Wasser sind
unzählige kleine Fischerboote. Wir sehen die Boote dicht an der „Maxim
Gorki“ vorbeiziehen. Noch diesen Tag an Bord relaxen, bevor wir uns ins
vietnamesische Getümmel stürzen können. Das Tagesprogramm der "Maxim Gorki"
ist reich bestückt, vom morgendlichen Qi Gong, einem Tag der offenen Tür im
Schwimmbadbereich mit Sauna, Solarium und Unterwassermassage über einen
Informationsvortrag über unsere weitere Reise, einem Diabetiker und
Vegetariertreffen, Wal- und Delfinbeobachtungen, einem Computerkurs, Tanzen
leicht gemacht, bis zu einer Darstellung des Lebens der Clara Schumann im
Maxim Theater wird für jeden etwas angeboten.
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Montag, 16. Februar 2004
Saigon/Vietnam
Langsam schiebt sich
die „Maxim“ durch das Delta des Mekong auf dem Weg nach Ho-Chi-Mingh-City,
dem ehemaligen Saigon. Riesige Farne und Bäume, die am Wasser stehen,
spiegeln sich im Wasser. Der typische Charakter der französischen
Kolonialzeit ist überall zu sehen. Bei einem kühlen Getränk kann man im
Dachgarten des Rex-Hotel weit über die Dächer der Stadt schauen, und das
pulsieren dieser vietnamesischen Großstadt erkennen. Mehrere Pagoden, Tempel
und der 1883 erbauten Basilika Notre Dame zeigen die religiöse Vielfalt
dieser Stadt.
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Dienstag, 17. Februar 2004
Nha Trang/Vietnam
Herrliche weite sandige
Strände, unweit der Uferstraße, empfehlen dem Besucher ein Bad im
Südchinesischen Meer. Nha Trang, eine sehr saubere Stadt, lädt zum längeren
Verweilen ein. Rickschahfahrer sind gern bereit, für wenig Geld stolz ihre
Stadt zu zeigen. In den Märkten herrscht ein reges treiben, und exotisch
anmutende Gegenstände, wie in Alkohol eingelegte Schlangen und Eidechsen,
zum Essen getrocknete Krabben, Fische und Seepferdchen zeigen auf, dass man
sich in einer anderen Welt befindet. Bekleidung und Schuhe namhafter
Hersteller, in Vietnam hergestellt, wechseln ihre Besitzer für einige
tausend Don - es sind nur wenige US-Dollar -, und vor dem Schiff sind die
Passagiere gern bereit, große Keramik-Elefanten mit an Bord zu nehmen.
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Mittwoch, 18. Februar 2004
Da Nang/Vietnam
Der Shuttle-Bus hat
uns in Da Nang, einer Viertelmillionenstadt (der viertgrößten Stadt
Vietnams), über die fünf imposanten Marmor-Berge, die von den Vietnamesen
jeweils einem Element, und zwar Wasser, Erde, Feuer, Holz und Metall
zugeordnet sind, in die Innenstadt geführt. Handbehauene Statuen aus Marmor
werden feil geboten und suchen ihre Käufer. Im Zentrum versuchen unzählige
geschäftstüchtige Vietnamesen, T-Shirts, Feuerzeuge, Zigaretten und Getränke
an die Frau und an den Mann zu bringen, laufend bieten Rikschafahrer ihre
Dienste an, und bieten das Mitfahren auf ihrem Drahtesel an. Eine Stadt
zwischen Abriss und Aufbau, geschichtsträchtig mit einer großen Zukunft.
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Donnerstag, 19. Februar 2004
Ha-Lon-Bucht/Vietnam
Wir haben heute morgen
die Ha-Lon-Bucht erreicht. Riesige Nasen aus Kalk mit einer grünen Haube
stehen Spalier bei der Fahrt der „Maxim“ vor die Orte Hon Gai und Bai Chai
im Golf von Tongking. Die rund 3000 turmartig aus dem Wasser aufragenden,
zum Teil bewachsenen Karstgipfel gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Einheimische Boote holen uns von der unweit des Hafens auf Reede liegenden
„Maxim“ ab. Wir sind unterwegs in diese bizarre Welt und erreichen eine
dieser Inseln, um uns dort von unseren deutsch sprechenden vietnamesische
Begleitern in die Welt dieser Höhlensysteme führen zu lassen. Riesige Hallen
begegnen uns ebenso wie schmale Gänge, in denen hunderte von Treppenstufen
eingemeißelt worden sind. Künstliches Licht verstärkt die Mystik der Räume.
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Freitag, 20. Februar 2004
Auf See
Dicke Nebelschwaden
umziehen den Weg unserer „Maxim“. Alle 30 Sekunden ertönt das Signal des
Nebelhorns, damit vor uns liegende Schiffe gewarnt werden. Diese
Wasserlandschaft spiegelt uns ein unwirkliches Bild wieder. Mit rund 15
Knoten setzt der Kapitän seine Fahrt fort, immer wieder wissend, Vertrauen
in seine technischen Geräte zu setzen. Unwirklich brechen sich die Wellen im
Hellgrau des Nebels. Das Sportprogramm lädt ein zu „Walk a
mile“ mit Susi.
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Samstag, 21. Februar 2004
Hongkong/China
Hongkong ist erreicht.
Zwischen einem Meer an riesigen Hochhäusern schiebt sich die „Maxim“ bis zur
Anlegestelle, mitten im Herzen der Stadt. Raus aus dem Schiff, über die
Nathan-Road in die angrenzenden Märkte. Dieses Wirrwarr aus Menschen und
Autos auf den Straßen ist unbeschreiblich. Abends per offenen Doppeldecker
und mit der Zahnradbahn auf den Peak auf der gegenüberliegenden Insel, die
wir für ein paar Hongkong-Dollar per Fähre erreichen, und Hongkong bei Nacht
genießen. Noch nie haben wir auf der Welt einen so berauschenden Eindruck
bekommen, ein Lichtermeer der besonderen Klasse. Mit der U-Bahn zurück in
die Stadt, um das pulsieren dieser Stadt nachts zu erleben. Über den
Night-Market gelangen wir nach Stunden langsam wieder zu unserem Schiff.
Fußlahm, aber überwältigt von unseren Eindrücken.
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Sonntag, 22. Februar 2004
Hongkong/China
Am Mittag setzt sich
das Schiff wieder in Bewegung, um unserem nächsten Ziel Putuo Shan in China
entgegenzufahren. Wir haben immer noch über 20 Grad C, es ist angenehm warm,
aber diesig. Langsam schieben sich wieder die Hochhäuser an uns vorbei, um
wehleidig „good bye“ zu sagen, aber keine Angst, wir kommen wieder, in die
Stadt des ewigen Lebens, in das eine Land mit den zwei Systemen. Den
Nachmittag brauchen wir, um uns zu erholen, und das gesehene zu verarbeiten.
Abends ist Gala angesagt.
Nach einem traumhaften Gala-Buffet in die Veranstaltung der Künstler an
Bord. Im Musiksalon heißt es ab 20 Uhr: „Einladung zum Gala-Show-Express“.
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Montag, 23. Februar 2004
Auf See
Ein Wellenbewegter
Seetag steht uns bevor. Windstärke 8 – 9, meterhohe Wellen und die Gischt
die durch das Durchpflügen der Wellen entsteht, zieht über das Deck. Die
Gäste sind auf besondere Gefahren hingewiesen worden, es ist still auf dem
Schiff, nur wenige Passagiere sind unterwegs. Die „Maxim“ liegt trotzdem
noch ausgesprochen ruhig auf dem Wasser. Heute Abend ist Kostümfest zum
Rosenmontag angesagt. Mit Helau und Alaaf wird uns wieder eine riesige Show
geboten.
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Dienstag, 24. Februar 2004
Putuo Shan/China
Einen halben Tag haben
wir Zeit, uns auf der 12 Quadratkilometer großen Museumsinsel Putuo Shan
umzusehen, und Buddhistische Klöster würdigen zu lernen. Ein kleiner
Kiefernwald trennt das Puji-Tempelkloster vom Hafen. Eine riesige steinerne
Statue heißt die auf Booten kommenden Gläubigen herzlich willkommen. Die
ersten Klosteranlagen sind bereits im 11. Jahrhundert gegründet worden. Das
Wetter war eher diesig, und ab und zu regnete es etwas durch die tief
hängenden Wolken.
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Mittwoch, 25. Februar 2004
Shanghai/China
Eine der größten Städte
der Welt - Shanghai - gilt unsere Aufmerksamkeit am heutigen Tage. Nachdem
wir das Schiff verlassen hatten, haben wir dem Treiben einiger Qi
Gong-Anhänger zusehen dürfen. Etwas komisch ist es schon anzusehen,
Menschen, die rückwärts mit einer Aktentasche unter dem Arm zur Arbeit
laufen, Greise, die auf dem Bund, der Shanghaier Flaniermeile, in anmutigen
Bewegungen ihr inneres "Ich" studieren. In dieser Stadt über die 7-zackige
Brücke, die Geister verschrecken soll, zum Teehaus und in den botanischen
Garten. Die engen Verkaufsgässchen lassen den Betrachter trotz der vielen
angebotenen elektronischen Geräte leicht wieder in eine weit zurückliegende
Zeit zurückgesetzt fühlen.
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Donnerstag, 26. Februar 2004
Auf See
Ein Seetag liegt vor
uns. Gäste, die einmal im Leben Kapitän spielen wollen, sind zur
Brückenführung eingeladen. Am Abend spielt "Chris" hautnah sein Showtalent
aus. Mit spritzigem Humor, und einer unbeschreiblichen Gesangsstimme
verzaubert er uns in seine Welt des Entertainment, und zum
Mitternachtsimbiss laden die Köche der "Maxim Gorki" zum Kaiserschmarrn in
der Galerie vor dem Musiksalon ein. Ein wunderschöner Tag neigt sich wieder
dem Ende zu.
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Freitag, 27. Februar 2004
Pusan/Südkorea
Pusan, die zweitgrößte
Stadt Koreas und ein bedeutender Seehafen, ist erreicht. Wer nicht die
Halbtagstour durch die Stadt, oder auf eigene Faust unterwegs ist, besucht
die Königsstadt Gyongju. Aber auch Pusan bietet dem Betrachter wieder den
Eindruck, viel zu kurz in der Stadt verweilen zu dürfen. Der riesige
Fischmarkt mit seinen lebenden Fischen, Muscheln und Kraken zeigt dem
Betrachter, welcher Artenreichtum sich unterhalb der Wasseroberfläche
befindet. Zwei Straßen weiter gibt es tonnenweise Trockenfisch in allen
Variationen. Und wem die Innenstadt mit seinen interessanten Verkaufsläden
nicht reichen sollte, kann ein Stockwerk unter der Erde eine weitere
überdimensionale Shopmeile erforschen.
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Samstag, 28. Februar 2004
Auf See
Tagsüber fahren wir
durch unzählige malerische Inseln Japans. Bunte, und zum Teil hell
erleuchtete Brücken, die große Entfernungen verbinden, gleiten lautlos über
unsere "Maxim" hinweg. Die an Bord befindlichen Tages- und Abendkünstler
verabschieden sich in der Abendshow und sagen: Do Swidanja! Auf Wiedersehen!
Good Bye! Au revoir! Zuvor wird in den Restaurants
das Abschiedsdinner angeboten. Wieder einmal geht eine große Reise dem Ende
zu. Die Koffer sind gepackt, und wehleidig gehen wir von Bord, nicht ohne
den Gedanken, bald wieder eine Reise mit unserer "Maxim Gorki" in ferne
Länder dieser Welt durchführen zu wollen.
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Sonntag, 29. Februar 2004
Osaka/Japan
Morgens sind wir in
Osaka/Japan angekommen. Vor uns steht das größte Riesenrad der Welt. Mit der
U-Bahn oder mit dem Bus können wir in die Innenstadt kommen. Eine
riesengroße Stadt, rund 3 Millionen Einwohner, tummeln sich in den Straßen
dieser Großstadt. Da wir "over Night" bleiben, haben wir die Change, diese
Stadt, in der die Geschichte und die Neuzeit gleichermaßen
aufeinanderprallen, etwas näher kennen zu lernen. In den Straßen hört man
das Treiben der Händler, den ständigen Lärm des Autoverkehrs, musizierende
Rockgruppen, die die Straßen mit japanischer Rockmusik füllen, und in
vereinzelten Läden einheimische japanische Musik auf Originalinstrumenten,
vorgetragen und besungen von japanischen Musikern.Noch einmal schlafen,
bevor uns der Flieger wieder nach Hause, und damit wieder in die Gegenwart
bringt.
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