Logbuch von Tom Birke

Mittelamerikas Sonnenküsten & Karibik
Max 128: 15. April 2004 bis 06. Mai 2004
Von Nassau/Bahamas bis Bremerhaven

 

15. April 2004
Nassau/Bahamas

Aus allen Teilen Deutschlands und sogar darüber hinaus sind sie gekommen: Rund 400 Gäste der TS Maxim Gorki treffen sich in Frankfurt am Flughafen voller Vorfreude auf die dreiwöchige Kreuzfahrt „Amerikas Ostküste und die Azoren“. Neugierig schaut man links und rechts, ob man vielleicht alte Bekannte wieder trifft. Von der Maxim trennen uns jetzt nur noch gute neun Stunden Flug. Und tatsächlich gehen die auch noch rum und wir kommen mit nur einem kleinen bisschen Verspätung in Nassau auf den Bahamas an. So gegen 15.00 Uhr sind wir dann endlich an Bord, wo Cruisedirektor Klaus Gruschka alle Gäste herzlich willkommen heißt. Jetzt das letzte bisschen Stress, die Kabine ist schnell gefunden und der Platz im Restaurant will auch noch schnell reserviert werden. Auf das Gepäck warten wir gar nicht erst, draußen wartet strahlender Sonnenschein, der uns daheim in letzter Zeit nicht so besonders verwöhnt hat. Und so bummeln wir ein wenig durch Nassau, erleben noch einige Stände auf dem Strawmarket und sind uns einig, dass so eine gelungene Kreuzfahrt beginnt. Um 21.30 Uhr ist dann der letzte Einschiffungstermin, denn um 22.00 Uhr geht die Reise weiter. Eigentlich müsste uns die Zeitverschiebung von immerhin sechs Stunden völlig ermattet in die Betten fallen lassen, doch wir drehen noch einmal eine Runde übers ganze Schiff, um uns zu vergewissern, dass noch alles da ist, wo es hingehört. Und tatsächlich, jetzt wissen wir, was Klaus mit „willkommen zu Hause“ gemeint hat.

16. April 2004
Freeport/Bahamas

Schlag auf Schlag geht es gleich weiter mit dem zweiten Hafen auf den Bahamas: Pünktlich um 8.00 Uhr macht die Maxim in Freeport fest. Hier gibt es keine organisierten Ausflüge, hier heißt es, den Ort auf eigene Faust zu erkunden – was nach kurzer Taxifahrt sehr einfach möglich ist. Das Wetter ist so, wie es auf den Bahamas zu erwarten ist, sonnig und warm. Um 16.30 Uhr heißt es dann, wieder auf der Maxim zu sein, denn für alle neu an Bord angekommenen Passagiere steht nun der Übungsalarm auf dem Plan, der wie immer wie am Schnürchen abläuft. A pro pos „Schnürchen“: Alles Weitere läuft ebenfalls gekonnt professionell ab. Um 19.15 Uhr beim Begrüßungscocktail im Musiksalon stellen sich die Offiziere, der Kapitän und die PHOENIX-Reiseleitung vor, beim Kapitäns-Dinner zeigt sich die Küche von ihrer besten Seite, bei der Willkommensshow hinterlassen die Künstler ihre Visitenkarten.

17. April 2004
Port Canaveral/Florida

Nach nur 160 Seemeilen erreicht die Maxim um 6.00 Uhr morgens Port Canaveral, Florida USA. Die meisten Gäste nehmen an einem der zahlreichen Ausflüge teil, z.B. in  Disney`s Magic Kingdom, ins E.P.C.O.T.-Center, nach Sea-World oder ins Kennedy Space Center. Wer auf eigene Faust herumstromern möchte, kann dies am nahegelegenen Strand ausgiebig tun und hierbei die amerikanischen Studenten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung – der Spring-Break – z.B. am Cocoa-Beach beobachten.

18. April 2004
Charleston/South Carolina

Endlich mal Ausschlafen!! Heute erreichen wie den sagenumwobenen Süden der USA. Die Maxim macht vor der Südstaatenperle Charleston fest. Neben der Erkundung dieser wunderschönen Stadt per pedes kann man dies auch sehr stilvoll – fast wie im Winde verweht – per Pferdekutsche tun. Da heute Sonntag ist, bietet sich die einmalige Gelegenheit einen interessanten Kunsthandwerkermarkt zu besuchen. Eine Sünde wert ist auf jeden Fall der Besuch in der Savannah Candy Kitchen – hier kann man alle Waren vor dem eventuellen Erwerb kostenlos probieren. Um 19.30 Uhr verabschiedet sich die Maxim von Charleston und abends laden Dixon und Heidi zu einem „Abend voller Wunder“ in den Musiksalon.

19. April 2004
Auf See

Endlich kommen wir dazu, unsere Koffer richtig auszupacken und ,mal tief Seeluft zu holen. Heute ist der erste Seetag! Das heißt es gibt ganz viel Programm an Bord: Qi Gong, Gottesdienst, Autogenes Training, Brückenführung, Frühschoppen, Video-Kurs, Russisch-Unterricht, Bingo und ein  wissenschaftlicher Vortrag über die Gestirne sind nur wenige der Programmpunkte. Abends lauschen wir Barbara Carter beim „Hohen C auf hoher See“.

 

 

 

20. April 2004
Wilmington/Delaware

Und schon wieder 580 Seemeilen hinter uns gebracht! Heute liegen wir einen langen Tag in Wilmington, Delaware. Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten, ist aber idealer Ausgangspunkt für Exkursionen nach Washington, D.C. oder Philadelphia. Auch ein Besuch bei den Amish-People in Lancaster County lohnt sich auf jeden Fall. So sind fast alle Gäste unterwegs, sei es mit einem organisierten Ausflug, sei es privat. Um 19.30 Uhr sind alle Gäste wieder an Bord und erholen sich bei einem  - wie immer hervorragenden – Abendessen. Das Show-Programm bestreitet heute Gerhard Heitmann, ein Solist auf sieben Instrumenten.

 

21. April 2004
New York

Heute erwartet uns einer der absoluten Höhepunkte dieser Reise: New York. Ab spätestens 11.30 Uhr ist auch der letzte Passagier auf den Außendecks zu finden, um die grandiose Einfahrt über den Hudson-River zu genießen. Schon eine halbe Stunde später passieren wir die Freiheitsstatue. Egal wie oft man schon in New York war – dieser Anblick ist immer wieder erhebend. Sogar das Wetter spielt mit, es ist zwar lausig kalt, aber die Sonne blitzt ab und zu hervor. Still wird es, als wir an  Ground Zero vorbei ziehen, dem Ort wo vor drei Jahren noch die Twin Towers des World Trade Centers standen. Überpünktlich geht die Maxim an die Pier. Schon bald sind alle Passagiere unterwegs, die Stadt die niemals schläft zu erkunden. Neben diversen organisierten Ausflugsmöglichkeiten trauen sich viele Passagiere auch alleine ins Getümmel der Großstadt. Neben ausgiebigen Einkaufsbummeln steht am Abend auch der Besuch verschiedener Broadwayshows oder Musicals auf dem Programm.

22. April 2004
New York

Und noch ein ganzer Tag New York! Auch heute gibt es wieder zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten:  die Stadt hat unendlich viel zu bieten. Nachdem die letzten Shops geplündert sind und alle mit  „I love N.Y.“-T-Shirts oder ähnlichem ausgestattet sind, gilt es schnell einen guten Platz auf Deck zu ergattern, um sich bei der Sail-Away-Party  mit der Bord-Band Kalinka von N.Y. zu verabschieden. Am Abend heißt es dann im Musiksalon „Showtime made in USA“ mit allen Künstlern dieser Reise.

 


23. April 2004
New Port/USA

Heute erreichen wir den einzigen Hafen dieser Reise, in dem die Maxim auf Reede liegt. Newport auf Rhode Island ist das bevorzugte Ferienziel der amerikanischen Upper Class. Man kann die Reichen und Schönen, die Kennedys und Trumps, die Bushs und Clintons nur zu gut verstehen, hat man den wunderschönen Ort und die faszinierende Landschaft erst einmal erkundet. Neben der Besichtigung eindrucksvoller Landhäuser, die eher wie Paläste anmuten, besteht die Möglichkeit zu einer spektakulären Klippenwanderung. Leider ist es für die Jahreszeit ungewöhnlich kalt. Abends wärmen wir uns dann im Musiksalon bei unserem Zauberer Peki und seiner charmanten Assistentin Stella und ihrem Programm „Lachen machen …“ wieder auf.

24. April 2004
Boston/Massachusetts

Nach knapp 70 Seemeilen (über Land wären es nur 33 Meilen gewesen) legt die Maxim – wie immer auf die Minute pünktlich – in Boston, Massachusetts. Es ist früh am Morgen, knackig kalt und wunderschön sonnig. Alle müssen früh raus, da wir nur bis 13.00 Uhr hier liegen und das Besichtigungsprogramm umfangreich ist. Der berühmte „Freedom Trail“ führt uns von einem geschichtsträchtigen Ort zum nächsten. Daneben bleibt noch genügend Zeit für einen ausgedehnten Bummel durch die umgebauten Markthallen oder durch die frühlingshaften Parkanlagen. Schade, dass wir uns schon um 13.00 Uhr von USA verabschieden mussten, aber um pünktlich nach Halifax zu kommen, wo einige Gäste ihren Flieger nach hause bekommen müssen, duldet die Abreise keinen Aufschub. Abends lädt und dafür Liz Howard zu ihrem Solo-Programm „Swingin to Church“ ein.

25. April 2004
Halifax/Kanada

Heute ist Sonntag, das heißt Ausschlafen oder zum bordeigenen Gottesdienst gehen. Daneben bietet sich erneut die Möglichkeit zu diversen Kursangeboten, so z.B. zum Autogenen Training, Seidenmalen oder Qi Gong. Es ist eisig kalt aber sonnig. Um 15.00 Uhr erreichen wir Halifax in Kanada. Der größte Ausflug führt nach Peggy`s Cove, dem wohl schönsten Leuchtturm in Nordamerika. Einige Gäste lassen sich per Bus bequem durch die Stadt kutschieren oder erkunden sie auf eigene Faust. Mütze und Schal sind hier dringend von Nöten. Falls nicht vorhanden, können sie bei diversen Händlern am Quai erworben werden. Zum Stadtbummel gehört auch ein zünftiges kanadisches Abendessen, denn wir verlassen Halifax erst um 22.00 Uhr.

26. April 2004
Auf See

Ab heute überqueren wir den Atlantik. Vor uns liegen vier ganze Seetage. Aber Langeweile hat keine Chance aufzukommen. Wieder bieten sich vielfältige Möglichkeiten, die Zeit zu gestalten. Neben der bekannt guten Verpflegung lässt sich die Sonne ab und zu blicken und ermöglicht dem winderprobten Seereisenden das eine oder andere Sonnenbad. Wem der Sinn nach Weiterbildung steht, der ist – natürlich nach dem Frühschoppen bei Eisbein und Sauerkraut – richtig beim Digitalphotokurs, der Handreflexzonenmassage, beim Russischunterricht und bei der Reise in die Tiefen des Alls mit Prof. Erich Übelacker.

27. April 2004
Auf See

Am zweiten Seetag in Folge kann auch wieder keine Langeweile aufkommen. Obwohl es etwas frisch ist, sieht man eine ganze Reihe von Gästen, die sich an Deck einfach nur dem Dösen und Entspannen hingeben. Letzteres kann man natürlich auch professioneller gestalten beim Qi Gong, dem autogenen Training und der progressiven Muskelentspannung. Das erste Highlight des Tages bietet die Bordolympiade, die von der Mannschaft der Besatzung souverän gewonnen wird. Aber auch die Gästeteams schlagen sich sehr achtbar in den nicht so ganz ernst genommenen Disziplinen. Ab Mittag wird die See dann rauer und so sind die Angebote im Innern des Schiffs ziemlich begehrt. Heute heißt es aber auch, sich rechtzeitig fein zu machen, denn heute steht in zwei Tischzeiten das Galabuffet an. Ebenfalls zweimal ist dann auch „Showtime“ im Musiksalon, einem wunderbar kurzweiligen Abend mit allen Künstlern dieser Reise.

28. April 2004
Auf See

Inzwischen ist der Seetag fast zur Routine geworden, alle genießen die Entspannung nach dem schier atemberaubenden Anfang dieser Reise. Wer früh genug wach ist, besucht vielleicht die ökumenische Morgenandacht oder informiert sich über alternative Heilmethoden. Nach dem Spätaufsteherfrühstück informiert uns Prof. Dr. Erich Übelacker über Urknall und Ewigkeit, im Computerkurs geht es heute um Windows XP und das interessiert recht viele Gäste. Vielleicht besuchen wir heute mal das Fitness-Center an Bord, … na mal sehen. Heute abend gibt es für die Hälfte der Passagiere den schon traditionellen russischen Abend zu sehen, die andere Hälfte kann sich auf die „Crazy-Show“ freuen, fünf Reiseleiter in hunderten von Kostümen in einem rasanten Wettlauf mit der Zeit. Ein wirklich köstliches Vergnügen und so manch ein Besucher spürt nach einer Stunde das Zwerchfell ganz deutlich.

29. April 2004
Auf See

Der vierte Seetag in Folge wartet auf uns. Wieder ist das Tagesprogramm randvoll mit interessanten Aktivitäten, so dass auch dieser Tag viel zu schnell zu ende gehen wird. Das Wetter ist recht stürmisch – das Ascot Pferderennen auf dem Sportdeck muss leider abgesagt werden – doch bei Qi Gong, Autogenem Training oder mit einem guten Buch aus der Bordbibliothek vergeht die Zeit bis zum Mittagessen wie im Fluge. Auch heute werden die Uhren um 12.00 Uhr eine Stunde vorgestellt, so dass wieder etwas Eile angesagt ist, um nach dem Essen im Computerkurs oder bei der  Handreflexzonenmassage nichts zu verpassen. Nach dem immer wieder hervorragenden russisch-ukrainischen Abendessen klingt der Abend – je nach Landgangsfarbe – beim Russischen Abend oder der legendären Crazy-Show der Reiseleitung aus.

30.April 2004
Ponta Delgada/Azoren

Land in Sicht! Heute erreichen wir nach vier kurzweiligen Seetagen wieder festen Boden – die Azoren. Unser heutiges Ziel ist die Insel Sao Miguel, unser Hafen heißt Ponta Delgada. Die quirlige Hauptstadt der Azoren lädt zu einem Spaziergang mit ausgedehnten Einkaufsmöglichkeiten ein. Das Mutterland ist viele hundert Kilometer entfernt und doch wähnt man sich mitten in Portugal. Auch das Umland bietet zahlreiche Reize: Neben den beiden Zwillingsseen in Cete Cidades – einer leuchtet blau, einer grün – geht es kilometerweit durch grüne Hügellandschaften, überzogen von Azaleen, Hortensien, Kapuzinerkresse, Calla und allem was sonst noch so blüht. Gut das das Wetter mitspielt und so den ein oder anderen Espresso im Freien Abend bei Dixon und seinem heiteren Tischquiz und – für die Nachteulen – ab 22.30 Uhr bei Liz Howards Jazzabend ausklingen lassen. Wer immer noch nicht müde ist, tanzt im Captain`s Club in den Mai.

1. Mai 2004
Terceira/Azoren

Egal wie kurz die Nacht war, heute heißt es früh aufstehen, denn um 7.00 Uhr macht die Maxim auf der Azoreninsel Terceira fest.  Praia da Victoria heißt das verschlafene Örtchen, in dem wir an Land gehen. Auch hier sind alle Einwohner vom Tanz in den Mai noch etwas angeschlagen, einzig ein paar einsame Kühe, Ziegen und Pferde begrüßen die unentwegten Reisenden bei ihrem morgendlichen Spaziergang. Ein Teil der Gäste macht einen Ausflug zum anderen Ende der Insel nach Angra do Heroismo. Zum Mittagessen sind alle pünktlich zurück an Bord und können danach auf den Sonnendecks die ab und zu hervorblitzende Sonne genießen. So fällt die Entscheidung doppelt schwer, an welcher der zahlreichen Nachmittagsveranstaltungen man noch teilnehmen möchte. Das Abendprogramm fällt diesmal klassisch aus, Catherine Foxcroft bittet zum romantischen Klavierabend.

2. Mai 2004
Auf See

Wieder erwartet uns ein entspannender Seetag voller interessanter Programmpunkte. Neben den schon bekannten und rege genutzten Wellness- und Weiterbildungsangeboten ist das Highlight des Vormittags der Frühschoppen mit dem bekannten Trompeter Peter Beil. Zur Stärkung nach ausgedehntem Schunkeln bietet die Schiffsküche Leberkäse mit Kartoffelsalat an. Wieder wird die Uhr eine Stunde vorgestellt – wir nähern uns in Riesenschritten heimatlichen Gefilden. Im Computerkurs lernen wir heute das Internet kennen, im Maximtheater gibt es eine Einführung in die Meereskunde. Heute Abend erwartet uns im Musiksalon etwas ganz  Besonderes: nach vielen Proben und noch mehr Lampenfieber stellen sich einige Gäste im Rahmen des Gäste – Cabaret - Abends den kritischen Augen und Ohren ihrer Mitreisenden. Zahlreiche verborgene Talente schlummern auf der Maxim Gorki. Zur Feier des gelungenen Abends geht es noch zum „Abschwofen“ – gut gestärkt durch hervorragenden Kaiserschmarrn – in den Captain`s Club. Gut, dass morgen ein Seetag ist, und alle ausschlafen können.

3. Mai 2004
Auf See
 

Noch ein Seetag mit dem vollständigen Tagesprogramm. Das Ende der Reise wirft seine ersten Schatten voraus, heute ist schon der Duty free – Verkauf. Im Videokurs geht es darum, wie zu Hause aus dem umfangreichen Videomaterial mit Hilfe des digitalen Videoschnitts ein respektabler Film wird, der Freunde und Verwandte ganz, ganz neidisch auf unseren Traumurlaub machen wird. Als kleinen Rückblick lernen wir heute alles über das Azorenhoch. Abends steht ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm. Beim „weißen Elefant“ versteigert Helmut „Sotheby“ Rüdel zahlreiche Souvenirs, die den Käufern nicht mehr so recht gefallen wollen.

4. Mai 2004
Brest/Frankreich
 

Die Nacht ist stürmisch! Heute morgen nähern wir uns der französischen Stadt Brest. Die Normandie zeigt sich von ihrer rauen Seite, es dauert mehr als eine Stunde länger als vorgesehen, bis die Maxim endlich an der Pier liegt. Doch auch da weiß Cruise Director Klaus Gruschka Rat: Wir bekommen eine Stunde Verlängerung in dieser interessanten Hafenstadt. Wir werden mit Keksen und Stadtplänen empfangen, ein kostenloser Shuttle-Bus bringt uns an das gewünschte Ziel, sei es zum Shoppen in die Stadt, sei es ins Museum oder ins Oceaneum. Die anderen Passagiere besuchen Quimper oder mittelalterliche Pfarrgemeinden. Ganz, ganz langsam wird auch das Wetter immer besser. Um 14.30 Uhr sind wir an Bord, denn um 15.00 Uhr ertönt zum letzten Mal auf dieser Reise die Auslaufmelodie. Abschiedsgottesdienst, Abschiedscocktail und Abschiedsdinner sind die weiteren Punkte des Tagesprogrammes, bis es heute abend im Musiksalon heißt: „Do Swidanja! Auf Wiedersehen! Good Bye! Au Revoir!“, hier verabschieden sich fast alle Künstler dieser Reise. Das stürmische Wetter fordert seinen Tribut: Sowohl das Showballett „Dance Magic“, als auch Catherine Foxcroft müssen auf ihren Beitrag verzichten.

5. Mai 2004
Auf See
 

Der letzte Seetag! Heute heißt es Kofferpacken, leider. So ist das Tagesprogramm stark eingeschränkt, alle sind schwer beschäftigt, alle eingekauften Souvenirs ins Gepäck zu bekommen. Immer wieder hört man den Stoßseufzer „Gut, das wir nicht fliegen müssen!“ Doch so nach und nach klicken fast alle Koffer. Nur sehr wenige der noch verbliebenen 430 Passagiere bleiben jetzt noch an Bord. Auch die Künstler packen ihre Koffer und so übernimmt die Phoenix-Reiseleitung diesen Abend. Das Musical „Grease“ haben sie in jeder freien Minute eingeübt und überraschen uns heute mit einer professionell getanzten Show. Der Applaus will kaum verebben, so sehr sind die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Musiksalon von dem gesehenen begeistert. Schon davor hat Hubert Schulte-Schmelter an derselben Stelle von den aktuellen Trends bei Phoenix-Reisen berichtet, was ebenso gut besucht war.

6. Mai 2004
Bremerhaven
 

Bremerhaven erreichen wir überpünktlich, das Wetter ist leider nicht so richtig gut. Haben wir uns gestern noch gefragt, wie so viele Gäste und sooo viel Gepäck geordnet von Bord kommen soll, sind wir heute erstaunt, denn das klappt mit der Präzision eines Uhrwerks innerhalb einer Stunde. Mit einer Träne im Auge nehmen wir Abschied bis zum nächsten Mal auf der Maxim Gorki.

 

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