Logbuch
von
Tom Birke
(Computer, Foto + Video Digital Seminare)
Von Australien nach
Südafrika
Max 156 vom 09. März 2005 - 29. März 2005
9.
März 2005
Nach einem langen Flug über
Singapur landet heute eine recht überschaubare Schar an Gästen in der
westaustralischen Stadt Perth. Mit dem Bus geht es in die nahe gelegene
Hafenstadt Fremantle, wo die Maxim Gorki auf uns wartet. „Willkommen zu
Hause“ hören wir vom Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka und fühlen uns auch
gleich so. Nach einer erfrischenden Dusche inspizieren wir bei einem ersten
Spaziergang das freundliche kleine Hafenstädtchen. Entspannt geht es hier zu
und so verlockt der „Cappucino-Strip“, noch eine ganze Weile in Fremantle
zu bleiben. Der Jetlag hält uns wach und so machen wir schon reichlich
Pläne für den nächsten Tag bei einem kühlen Getränk in einer der Bars in
Fremantle.
10.
März 2005
Früh sind wir aus den Federn,
nur einige Gäste sind noch früher aufgestanden, denn der Ausflug zu den
Pinnacles startet schon um 6.00 Uhr. Um 8.30 Uhr beginnen zwei weitere
Ausflüge. Doch Perth lässt sich auch völlig problemlos auf eigene Faust
erkunden. Die Schnellbahn bringt uns für drei australische Dollar in einer
knappen halben Stunde in die Stadt. Obwohl Perth eine moderne Großstadt ist,
erscheint das Leben hier ziemlich entspannt. Viele Einkaufsmöglickeiten,
Museen, Galerien und Parks lassen die Zeit wie im Fluge vergehen. Am
Nachmittag geht es zurück nach Fremantle, denn wir haben hier gestern abend
so viele nette Shops entdeckt, die wir noch besuchen wollen. So bummeln und
schlendern wir noch einmal durch Perth, bevor um 18.30 Uhr dann der
obligatorische Übungsalarm für die neu zugestiegenen Gäste ansteht. Viele
sind das wirklich nicht, deshalb findet diese Übung ausnahmsweise in der
Rossia Lounge statt. Um 19.00 Uhr ist es dann soweit, die Maxim Gorki
verabschiedet sich von Fremantle.
11.
März 2005
Heute legt die Maxim
pünktlich um 10.00 Uhr in Geraldton, Westaustralien an. Heute mogen werden
noch keine Ausflüge angeboten, deshalb machen sich die Passagiere mit dem
kostenlosen Shuttle-Bus auf den Weg in die Stadt. Geraldton wird selten von
Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Deshalb sind für den heutigen Tag aus ganz
Westaustralien deutschsprachige Freiwillige zusammengetrommelt worden, um
uns zur Seite zu stehen. An der Hauptstrasse sind Stände mit Kunsthandwerk
aufgebaut, wir können Greifvögel bestaunen oder bei einer Schafschur
zusehen. Überall werden wir freundlich empfangen. Wer noch mehr über diese
freundliche australische Kleinstadt erfahren will, nimmt mittags am Ausflug
in die Stadt oder dem Farmbesuch teil. Um 18.30 Uhr heißt es dann wieder an
Bord zu sein, denn um 19.00 Uhr verabschiedet sich die Maxim von Geraldton
und macht sich auf die lange Reise über den Indischen Ozean.
12.
März 2005
Heute ist der erste von sieben
Seetagen auf unserem Weg westwärts. Da heißt es erst einmal sich zu
orientieren. Morgens lädt Helmut zu einem Diavortrag ein, bei dem die
Ausflugsmöglickeiten der kommenden Etappe vorgestellt werden. Das Wetter ist
gut und so verbringen viele Gäste einen großen Teil des Tages im Liegestuhl
oder auch im Pool. Vor dem Abendessen bietet sich noch eine Runde über Deck
an. Der Begrüßungscocktail und das Kapitäns-Dinner eröffnen den
Willkommensabend, an dem Dixon den Gästen die Künstler vorstellt, die
während dieser Reise für die Unterhaltung am Abend, aber auch tagsüber
sorgen.
13.
März 2005
Heute ist Sonntag, die Sonne
lacht vom Himmel und es geht uns gut. Der gestrige Abend war ein voller
Erfolg, alle Künstler haben die Gäste auf ihre jeweiligen Soloprogramme
neugierig gemacht. Heute gibt es tagsüber jede Menge zu tun. Man kann mit Qi
Gong oder einem ökumenischen Gottesdienst in den Tag starten oder auch
ausschlafen, doch zur Kirmes an Deck um 11.00 Uhr sind dann fast alle Gäste
dabei. Nach dem Mittagessen muss man sich dann entscheiden, ob man statt
faulenzen im Liegestuhl lieber zu Anne Halbach und ihrem Programm „Denken
macht Spaß“ oder zum Videokurs bei Tom Birke geht. Später hält dann auch
noch Lektor Prof. Lorenz Wiegels einen interessanten Vortrag. Abends wartet
dann ein „Abend voller Wunder“ mit Dixon & Heidi auf die Gäste.
14.
März 2005
Auch am dritten Seetag
lacht uns die Sonne. Und das Tagesprogramm ist wieder randvoll mit
interessanten Angeboten. Ob Digitalfotografie oder Mnemotechnik oder „Träume
als Spiegel der Seele“ mit Pastor Hans-Dietmar Stiebahl oder Tanzen mit Illa
und Henry Schaberg oder einfach bei einem Espresso am Pool, die Zeit
bis zum internationalen Abendessen verfliegt geradezu und den Abend krönt
das Programm „Hohes C auf hoher See“ von Barbara Carter.
15.
März 2005
Inzwischen sind wir der
eigentümlichen Gemütlichkeit dieser Seetage endgültig verfallen. Rundherum
nur Meer, die Sonne scheint, hin und wieder eine Wolke, die wie gemalt am
Himmel hängt. Die Phoenix-Reiseleitung lässt keine Langeweile aufkommen. Wer
will, findet ein umfangreiches Sportprogramm, lässt sich Strategien zur
Verbesserung des Gedächtnisses beibringen oder aber in die Geheimnisse der
Digitalfotografie einweihen. Vor dem Höhepunkt des heutigen Tages, der
Bordolympiade, bei der ein Gästeteam, die Reiseleitung und ein Team der
Besatzung um nicht ganz ernst gemeinte sportliche Höchstleistungen kämpfen,
findet noch ein zünftiger Frühschoppen statt. Das Abendprogramm bestreiten
Perry & Eve mit ihrem Programm „Zauberhafte Augenblicke“.
16.
März 2005
Der vierte Seetag, wieder
wunderbares Wetter und ein randvolles Tagesprogramm. Morgens heißt es wieder
„Denken macht Spaß“, für das morgige Pferderennen werden schon eifrig Hüte
gebastelt, im Digitalfotokurs geht es inzwischen um die Archivierung der
Urlaubsfotos, Bingo und Tanzkurs laden die aktiven Gäste ebenso ein wie ein
Vortrag über James Cook. Andere liegen lieber in der Sonne. Wer es sich
zutraut, besucht die Wodka-Probe vor dem Abendessen. Abends fällt die
Entscheidung leicht: Nicole & Hugo laden zu ihrem Soloabend „Zwei Menschen –
eine Einheit“.
17.
März 2005
Der Höhepunkt des heutigen
Morgens ist mit Sicherheit das Ascot-Pferderennen an Bord der Maxim Gorki.
Schon vor Beginn des eigentlichen Rennens werden die am Vortag gebastelten
Hüte bewertet und der schönste prämiert. Gewonnen hat übrigens der Hut mit
dem Schornstein der Maxim. Man kann dem Rennen nicht nur zuschauen, man kann
selbstverständlich auch auf seinen Favoriten setzen und mitfiebern.
Nachmittags erholt man sich bei einem Nickerchen in der Sonne oder
vielleicht beim Bingo. Der heutige Abend hält etwas ganz besonderes bereit:
Ein klassisches Klavierkonzert bei Kerzenschein mit Prof. H. Helge Dorsch.
18.
März 2005
Der siebte
Seetag unserer „Rennstrecke“ über den Indischen Ozean. Wie gehabt: Schönes
Wetter, gute Laune, jede Menge Aktivitäten im Tagesprogramm. Morgens ein
toller Frühschoppen, der erste Computerkurs, eine italienische Tee- und
Kaffeestunde, den Abend versüßt „eine Reise ins Glück“ mit Stefan Lamml an
Saxophon und Klarinette.
19.
März 2005
Nach sieben Seetagen und 3185
Seemeilen freuen sich alle Gäste schon auf unser heutiges Ziel. Die erste
Schritte auf festem Boden in Port Louis auf Mauritius sind noch ein klein
wenig wackelig, so gehört sich das für richtige Seebären. Heute stoßen etwa
100 neue Passagiere zu uns, doch zuerst einmal gehen die Ausflüge los. Aber
auch auf eigene Faust lässt sich dieses freundliche kleine Städtchen
hervorragend erkunden. Vor allem der Markt lockt viele Gäste an.
Plötzlich hereinbrechender, sintflutartiger Regen hält uns dort etwas fest.
Es gibt auch einen recht
modernen Komplex mit Boutiquen, Bars und Restaurants, wo sich der Tag
vortrefflich verbringen lässt. Der für heute geplante Künstler-Show-Cocktail
unter südlichen Sternen muss wegen des sehr instabilen Wetters in den
Musiksalon umziehen.
20.
März 2005
Heute beginnt der Frühling in
Deutschland, für uns steht ein schöner Tag auf La Reunion auf dem Programm.
Vier verschiedene Ausflüge stehen zur Auswahl, dazu noch die Option auf
einen Shuttle-Bus nach St. Gilles. Um halb neuen sieht das Wetter gar nicht
so gut aus, doch ein paar Unentwegte machen sich mit diesem Bus auf den Weg
zum Strand. Das Wetter wird immer besser und so besuchen im Laufe des Tages
immer mehr Gäste diesen freundlichen kleinen Badeort, obwohl es immer mal
wieder ein wenig regnet. Abends sind dann alle sehr pünktlich wieder an
Bord, denn heute steht der russische Abend auf dem Programm.
21.
März 2005
Nach zwei Landtagen verbringen
wir den heutigen Tag bei sehr durchwachsenem Wetter auf See. Immer mal
wieder gießt es sprichwörtlich aus Eimern, umso mehr Zulauf hat heute das
Tagesprogramm. Nach der ökumenischen Morgenandacht mit Bordpfarrer
Hans-Dietmar Stiebahl heißt es wieder einmal „Denken macht Spaß“ mit Anne
Halbach, nach dem Mittagessen geht es bei Tom Birke um Windows XP, bei
Lektor und Pfarrer geht es um den Koran. Nachmittags wird es dann deutlich
ruhiger an Bord, denn alle machen sich ausgehfein für das große Gala-Buffet,
gefolgt vom Gala-Show-Express im Musiksalon.
22.
März 2005
An diesem Seetag
bessert sich das Wetter von Stunde zu Stunde. Am Außenpool zeigt der
philippinische Küchenmitarbeiter Juan, wie in kurzer Zeit aus einem Eisblock
diese fantastischen Kunstwerke entstehen, die wir gestern beim Gala-Buffet
so bewundert haben. Das wiederum hochinteressante Tagesprogramm lässt zwar
kaum einen Wunsch offen, doch manch einer zieht es vor, an Deck zu dösen.
Dabei oder an der Neptun-Bar wird der eine oder andere von einem der
Bordfotografen erwischt. Das Abendprogramm von Honey & Moon heißt heute
„Femme fatale“ und ist der Auftakt zu einer ganzen Travestie-Nacht.
23.
März 2005
Und noch ein Seetag!
Heute morgen geht es aber richtig rund mit Nicole & Hugo beim Frühschoppen
an der Neptun-Bar. Im Videokurs geht es inzwischen schon um die
Nachbearbeitung und der zollfreie Verkauf von Spirituosen ist auch ein
unzweifelhaftes Indiz dafür, dass sich für einen Teil der Gäste die Reise
dem Ende zuneigt. Einige Gäste geben heute abend wirklich alles: Beim
Cabaret-Abend sind wir wirklich erstaunt, welche Talente sich bei unseren
Mitreisenden bis jetzt verborgen haben.
24.
März 2005
Heute morgen erreichen wir
unser erstes Ziel in Südafrika, den Hafen von Richard´s Bay. Es ist übrigens
Gründonnerstag. Richard´s Bay selbst ist ein eher unattraktiver
Industriehafen, der aber ein hervorragender Startpunkt für verschiedene
Ausflüge ist. Früh schon geht es los ins Shakaland, zur Bootsfahrt auf dem
St. Lucia-See oder in das Hluhluwe-Reservat. (Weiß noch jemand, wie das
richtig ausgesprochen wird?) Nach einer knappen Stunde Fahrt im Bus geht es
in offene Jeeps, in denen wir uns auf die Suche nach den „Big Five“ und
natürlich vielen anderen wilden Tieren machen. Natürlich jagen wir die nur
mit der Kamera und es wird ein großartiger Tag in einem der berühmtesten
Reservate Südafrikas. Alle Ausflugsteilnehmer sind zwar geschafft, aber
völlig euphorisch ob der vielen schönen Eindrücke des heutigen Tages. Und
abends dann noch eine Grillparty an Deck!
25.
März 2005
Tatsächlich ist es
schon soweit: Heute ist der letzte Seetag dieser Etappe. Und so nutzen alle
Tageskünstler ihre Veranstaltungen, sich schon einmal persönlich von „ihren“
Gästen zu verabschieden, allen voran unser Pfarrer Hans-Dietmar Stiebahl
beim großen Karfreitags-Gottesdienst. Ja richtig, Ostern steht vor der Tür,
deshalb kann man heute auch Ostereier bemalen. Alle Teilnehmer der
verschiedenen Turniere an Bord treffen sich heute zur Siegerehrung mit
Patric und abends besucht man ein besinnliches Konzert mit Barbara Carter,
Agnes und Helge Dorsch im Maxim-Theater.
26.
März 2005
Heute morgen macht
die Maxim fest im zweiten Hafen in Südafrika, in Port Elizabeth. PE ist das
Detroit Südafrikas, hier ist die Autoindustrie zu Hause. Wir sind einen
halben Tag hier und so bietet es sich an, wenn man denn keinen der Ausflüge
gebucht hat, die Stadt per pedes zu erkunden. An vielen Städten finden sich
noch Zeugen des kolonialen Erbes. Danach besuchen wir noch mit einem
kostenlosen Shuttle-Bus das Boardwalk-Center, ein Freizeitpark rund um ein
Spielcasino, der heute am Samstag vor Ostern voller gutgelaunter Menschen
ist. Um 15.00 Uhr legt die Maxim ab und nimmt Kurs auf Kapstadt. Heute abend
heißt es „Do Swidanja! Und Auf Wiedersehen! Im Musiksalon. Nach dem
feierlichen Abschiedsdinner verabschieden sich alle Künstler im Musiksalon
von den Gästen dieser Etappe.
27.
März 2005
Ostern auf dem Weg nach
Kapstadt. Wir kommen zwar erst am Abend an, doch spürt man schon an allen
Ecken und Enden, dass sich für zahlreiche Gäste das Ende eines sehr schönen
Urlaubs abzeichnet, Koffer müssen gepackt werden, Souvenirs verstaut werden.
Trotz widriger Wetterverhältnisse, vom Kap der guten Hoffnung haben wir gar
nichts gesehen, schafft es die Crew der Maxim, noch vor der geplanten Zeit
an der Victoria & Alfred Waterfront anzulegen. Das Einlaufen in
diesen Hafen will sich natürlich niemand entgehen lassen und so ist es
ziemlich voll an Deck.
28.
März 2005
Ein ganzer Tag in
Kapstadt. Es ist zwar Ostermontag, doch alle Shops und Restaurants in der
Waterfront sind geöffnet. Auch das Wetter ist absolut großartig und so hält
es heute bestimmmt niemand auf dem Schiff. Ob mit einem Ausflug oder auf
eigene Faust, Kapstadt und das Umland wollen erforscht werden. Als
Orientierungspunkt dient uns der Tafelberg, der sich heute von seiner
allerbesten Seite zeigt. Auch in den Schiffsrestaurants ist heute weniger
los als sonst, viele Passagiere nutzen die Chance, hier einmal die
südafrikanische Küche und noch wichtiger, die südafrikanischen Weine zu
probieren.
29.
März 2005
Der letzte Tag dieser
Etappe der Kreuzfahrt! Aber wir haben noch einen halben Tag Zeit, uns von
dieser sympatischen Stadt zu verabschieden. Etwas wehmütig schlendern wir
noch einmal durch die Victoria & Alfred Waterfront und denken an eine
wunderschöne Kreuzfahrt voller Eindrücke zurück und machen uns gegen 13.00
Uhr auf den Weg zum Flughafen....
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