Logbuch von Wolf Becker
(Computer, Foto + Video Digital Seminare)

Von Kapstadt/Südafrika bis Ägypten
MAX 157 vom 28. März - 19. April 2005

 

Montag, 28. März 2005
Flug nach Kapstadt/Südafrika 

Mit drei Maschinen werden die Gäste von Frankfurt und von Zürich aus über Nacht an den südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents gebracht. Im Dunkel der Nacht kann die Weite des afrikanischen Kontinents nur erahnt werden. Es ist sehr ruhig im Flieger, nur einige Turbolenzen in der Luft stören hin und wieder die nächtliche Ruhe, bevor wir am Morgen durch die Stewardessen mit einem Frühstück geweckt werden. Es geht entweder direkt, oder nach einem Umsteigen in Johannisburg, unserer ersten "Landberührung" in Südafrika, weiter nach Kapstadt.

 

Dienstag, 29. März 2005
Kapstadt/Südafrika 

Nachdem wir glücklich und zufrieden gelandet sind, haben wir nach dem Einchecken auf der Maxim Gorki einen ersten Ausflug in dieses weite Land gewagt. An der Viktoria & Alfred Waterfront, an dem das weiße Schiff liegt, ist das Leben zu Hause. Sind wir in Miami, San Franzisko oder wirklich in Südafrika? Der Blick auf den wolkenlosen Tafelberg gibt uns die Antwort.

Die ersten Souvenirs sind gekauft und an Bord gebracht. Das Interesse an diesem Land drängt die Müdigkeit zurück. Das lockere Leben an Land mit seinen Einkaufs-Shops und Restaurants verspricht eine interessante Reise zu neuen Abenteuern.

 

Mittwoch, 30. März 2005
Kapstadt/Südafrika

Der Tafelberg, die größte Attraktion Kapstadts ist heute durch einen weißen Schleier verdeckt. Nach einer langen Stadtrundfahrt werden wir an die Mittelstation der Seilbahn gebracht. Ein unbeschreiblicher Blick auf Kapstadt und eine Weiterfahrt in das gegenüberliegende Land nach Muizenberg. Tolle Buchten laden zum Baden ein. Am Anlegekai der Maxim spielt eine Gruppe von Seelöwen im Wasser, bevor wir am Abend mit "unserem Schiff" Capetown verlassen müssen. Vorbei an Robben Island, die wir an Steuerbord liegen lassen müssen, fährt die Maxim in die Nacht, und wechselt vom Atlantik in den Indischen Ozean.

 

Donnerstag, 31. März 2005
Mossel Bay/Südafrika

Die Dünung hat ein Ausschiffen mit den Tender-Booten fast scheitern lassen. Aber die Mannschaft der Maxim Gorki hat sehr gute Arbeit geleistet, um uns mit den Tenderbooten an Land zu bringen. Die ersten Ausflüge gehen nach Oudtshoorn, in eine Straußenfarm. Hier werden wir in einer Farm über das Leben und die Aufzucht der Strauße informiert. Bei einem Strauß-Rodeo können wir die Schnelligkeit der größten Vögel der Welt bewundern. Besucher von Mossel Bay besichtigen den 500 Jahre alten Postbaum, einen Milchholzbaum, um den ein gemütlicher Park angelegt ist. An diesem Baum wurde in den vergangenen Jahrhunderten Post der Seefahrer an die nächste vorübergehende Flotte weitergegeben.

 

Freitag, 01. April 2005

Auf See 

Um 09.00 Uhr will der Tierspezialist Klaus Kiesewetter an Bord der Maxim Gorki zeigen, wie man einen weißen Hai fangen kann. Alle Angelfreunde treffen sich zur Ködervorbereitung. Es können die Stallungen der Maxim Gorki besichtigt werden, nachmittags gibt es einen großen Restposten-Verkauf von nicht mehr benötigten Einrichtungsgegenständen des Schiffes im Bordreisebüro. Neben Rettungsringen, Wolldecken Matrosenoveralls und  Schutzhelmen sollten auch Sonnenliegen den Eigentümer wechseln. Einige Gäste haben immer noch nicht bemerkt, dass heute der 1. April ist.

 

Samstag, 02. April 2005
Durban/Südafrika
 

Es werden Fahrten in das Tal der 1000 Hügel, Shakaland und in das Tala Wildreservat angeboten. Nach einem ausgiebigen Trip durch die Stadt mit ihren Märkten und Shopzentren gehen wir an die North-Beach. Hier ist neben einem 15 km langen wundervollen Strand das Vergnügungsviertel Sea-World untergebracht. Eine Abenteuerlandschaft mit Delphin-Vorführung und einem Haibecken in einem Schiffswrack laden den Besucher ein. Die Wellenberge des Indischen Ozeans sind heute erst recht richtige Paradiese für Wellenreiter. Wir haben Glück, heute findet hier ein Wettkampf der besten Wellenreiter der Region statt, und wir können das Treiben der Sportler beobachten.

 

Sonntag, 03. April 2005
Richard’s Bay/Südafrika
 

Nachdem wir in unserer letzten südafrikanischen Stadt dieser Reise angekommen sind, haben wir uns aufgemacht, das Tierreservat Hluhluwe kennen zu lernen. Nach 2 Stunden Busfahrt durch hunderte von Hügeln, die in den unterschiedlichsten Farben in der Landschaft stehen, erreichen wir das Wildreservat. Ein einmaliger Blick in diesem wunderschönen Grund mit ihren unzähligen Hügeln und ursprünglichen Tieren. Wir haben im Rund des Nationalparks auf der 50 km langen Straße 20 Minuten warten müssen, bevor eine Nasshornfamilie die Straße wieder frei gegeben hat. Mehrere Giraffen haben uns in der freien Wildbahn begrüßt, genau so wie viele Antilopen, Gnus, Affen und Zebras.

 

Montag, 04. April 2005
Maputo/Mosambik
 

Ein kurzer Abstecher in ein anderes Afrika. Ein Afrika in dem nicht dieser materielle Reichtum vorhanden ist, den wir in den letzten Tagen immer wieder haben auch sehen können. Nach einer Rundfahrt durch diese Millionenstadt sind wir zur Besichtigung in einem alten portugiesischen Fort gewesen. Gegenüber der Festung war ein Markt, hier galt es zu Handeln, bevor etliche Souvenirs die Besitzer wechselten. Nach einem Fußmarsch durch das Zentrum der Stadt sind wir am Rathaus angekommen, einem der imposantesten Gebäude der Stadt. Der imposante Hauptbahnhof, im Jugendstil erbaut, ist gegenüber unserer Anlegestelle, und von den Decks der Maxim aus sichtbar.

 

Dienstag, 05. April 2005
Kreuzen in der Straße von Mosambik 

Die Temperatur wird merklich immer höher, die Luftfeuchtigkeit will uns zeigen, dass wir immer näher an den Äquator reisen. Etliche Kurse und Darstellungen über wissenswerte Informationen werden uns von den Tageskünstlern näher gebracht. Neben einem Tanzkurs und Exkursionen beim Gehirnjogging den Informationen über die nächsten zu bereisenden Länder gibt es sogar einen Russisch- und einen EDV-Kurs an Bord. Bei einem deftigen Frühschoppen werden an der Neptun-Bar Leberkäse mit Kartoffelsalat gereicht. Die Bordband Kalinka sorgt für eine gute Stimmung beim Frühschoppen. Am Abend tritt der Wiener Musical Star Susanne Marik im Musiksalon mit Chanson bis Blues zum Thema Liebe auf.

 

Mittwoch, 06. April 2005
Urlaub auf See 

Die Liegen an Deck sind fast alle belegt, die Sonne strahlt vom Himmel, und das Meer liegt ruhig vor uns. Ein Tag, an dem wir unsere Seele baumeln lassen können. Unsere Maitre D'Hotel Svetlana zeigt uns, mit wie viel Liebe und Geschick Servietten gefaltet werden können, schließlich muss das Umfeld zum Essen ja auch stimmen. Beim abendlichen Showprogramm führt uns Chris in die Welt des Entertainments und in die Kunst der Verwandlung. Mit Parodie und Witz gepaart mit weiblicher Erotik verblüfft er immer wieder aufs Neue sein Publikum.

 

Donnerstag, 07. April 2005

Mahajanga/Madagaskar 

Wir liegen auf Reede, und die Tenderboote bringen uns an Land. Freundliche Menschen aus Madagaskar begrüßen uns und bieten zur Exkursion durch die Stadt Rikschafahrten zu einem sehr günstigen Preis an. An der Hafenanlage steht ein über 650 Jahre alter Baobab-Baum, einem Affenbrotbaum, der mit seiner Krone weit über die Straße reicht, ein schon vom Meer aus sichtbares großes Wahrzeichen der Stadt. Der Durchmesser des Stammes ist gigantisch. Am Kai spielen die einheimischen Kinder im Wasser, und ihre Väter reparieren nebenan kleinere Fischerboote. Nachts weist der kleine alte Leuchtturm den Schiffern den Weg.

 

Freitag, 08. April 2005
Mamoutzou/Majotte franz. Komoren 

Die Maxim liegt vor der Insel Mayotte im Indischen Ozean. Wir haben einen unbeschreiblich schönen Blick auf die Insel. Eine halbtägige Stippvisite auf den Komoren steht vor uns. Es reicht jedoch aus, sich von dem Markt am Hafen, der Stadt und einen weiten Blick von einem Berg aus über die Insel einen Einblick zu verschaffen. Einheimische Frauen fallen durch die Bemalung der Gesichter mit einer weißen Paste auf. Es handelt sich hierbei jedoch nur um eine Gesichtsmaske aus Korallenmehl und Kokosnussmilch. Es wird der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, da wir so weit weg von Europa in einem französischen Übersee-Terretorium sind.

 

Samstag, 09. April 2005

Kreuzen im Indischen Ozean 

Die Koffer einiger unserer mitreisenden Seefahrer, die in Mahé/Seychellen aussteigen, müssen gepackt werden. Wieder haben wir einen sonnigen Tag erwischt, an dem die Maxim nahezu lautlos das Meer durchstreift. Etliche Delphin-Familien spielen nahe um das Schiff und laden zum Showprogramm ein. Bei 35° C Außentemperatur im Schatten und 32° C Wassertemperatur schafft der Gang durch das Schiff eine erfrischende Abwechselung. In der Shop-Meile gibt es Gelegenheit, einige neue Kleidungsstücke, Parfüme oder auserlesene Schmuckstücke zu erwerben, seine Fotos abzuholen, oder dem Friseur einen Besuch abzustatten.

 

Sonntag, 10. April 2005
Victoria/Mahé/Seychellen 

Gelegenheit, im Indischen Ozean ausgiebig baden zu gehen. Das warme Wasser, der feine Sandstrand und der Schatten der Palmen tun ihr übriges, die Seele einmal mehr baumeln zu lassen, abzuspannen. Kann es im Paradies schöner sein? Auf einer Straßenkreuzung in Victoria, der kleinsten Hauptstadt der Welt, steht eine große alte silberne Uhr, die ihre Zeit in alle vier Richtungen anzeigt. Da wir über Nacht mit dem Schiff im Hafen liegen, gilt es die Insel in der Nacht zu erforschen. In der Mitte der Stadt ist ein origineller Pub offen. Hier kann festgestellt werden, ob das einheimische Seychellen-Bier anders schmeckt, als das gewohnte Bier aus Deutschland.

 

Montag, 11. April 2005
Victoria/Mahé/Seychellen
Praslin/Seychellen
La Dique/Mahé/Seychellen
 

Nach unserer Abreise aus Victoria im Morgengrauen, versuchen wir vor Praslin festzumachen. Die Dünung erlaubt den Gästen nicht, von einem schwimmenden Ponton aus die Tenderboote gefahrlos zu erreichen. Nach etlichen Versuchen, ein Tendern doch noch zu ermöglichen, wurde das Vorhaben abgebrochen, und wir sind früher als geplant zu einer der schönsten Inseln dieser Erde gefahren. La Dique - die Perle im Indischen Ozean. Mit Fahrrädern oder Ochsenkarren oder zu Fuß wird dieser Traum erkundet. An langen Alleen stehen große Palmen, die mit ihren Wedeln Schatten spenden. Es ist ein herrlicher Tag. Am Abend können wir einen unbeschreiblichen Sonnenuntergang vom Land aus beobachten, bevor uns das letzte Tenderboot zum Schiff bringt.

 

Dienstag, 12. April 2005
Äquatorüberquerung  

In der Vormittagszeit heißen Neptun, die Hoheit der Weltmeere, Flüsse, Tümpel, Teiche und Wasserpfützen und sein Gefolge die mitreisenden Gäste herzlich willkommen. Und wie es die Tradition verlangt, müssen sich die vom irdischen Staub Beschmutzten untersuchen, stempeln, und mit lauterem Wasser reinigen lassen, bevor sie in das Reich der nördlichen Halbkugel eingelassen werden. Eine ausgelassene Veranstaltung, an der jeder Gast seine Freude hat. Der Äquator ist erreicht, und das Horn der Maxim Gorki, dass ein Überqueren der Äquatorlinie ankündigt, ist weit über das Meer hörbar.

 

Mittwoch, 13. April 2005
Kreuzen im Indischen Ozean
 

Mit Gemüse-Schnitzerein und Patisserie-Dekorationen bringt die Chef-Konditorin Heide-Marie die Gäste zum staunen, am Abend heißt es: Pigalle - Pigalle, das Schlager-Variete der 50iger Jahre, gute Laune, Hits, Illusionen und Träumereien , dargeboten durch Chris und sein Künstlerteam. In der Nacht lädt der Chefkoch die Mitreisenden zu einem Küchenbuffet ein, um den Gästen durch eine Besichtigung einen Eindruck vom gesamten Küchenbereich zu verschaffen.

 

Donnerstag, 14. April 2005
Kreuzen am Horn von Afrika

Mit Nürnberger Würstchen und Krautsalat wird ein Frühschoppen an der Neptun-Bar angeboten. Wieder ein sonniger Tag zum Relaxen. Unser Gehirn-Speziallist Siegfried Hericks erwartet die Gäste zum Gehirnjogging, und geht zum letzten mal mit ihnen auf Entdeckungsreise. Am Nachmittag bitten Katharina Resch und Björn Wedig die Mitreisenden wieder zum Tanz in den Musiksalon, wo gerade auch die Nichttänzer herzlich willkommen sind. Tanzunterricht ist angesagt.

 

Freitag, 15. April 2005
Aden/Jemen
 

Zu einem kurzen Zwischenstop sind wir in Aden/Jemen angekommen. Gäste, die die Überlandreise nach Sana'a - Jemens Hauptstadt - gebucht haben, werden mit Bussen dort hin gefahren. Hier werden sie, nachdem die Stadt erkundet worden ist, in sehr guten Hotels übernachten. Am Samstag fahren sie mit den Bussen nach weiteren Exkursionen im jemenitischen Land weiter nach Hodeidah, um dann wieder von der Maxim aufgenommen zu werden. Für uns eine Gelegenheit, mit dem Taxi in die Stadt zu fahren. Hier können die 2000 Jahre alten Zisternen besichtigt werden, die eine Trinkwasserversorgung der Stadt bis in unser Jahrhundert sicherstellt.

 

Samstag, 16. April 2005
Hodeidah/Jemen 

Wer den Jemen etwas näher kennen lernen will, muss in das Landesinnere reisen. Wir sind auf der Tour nach Menacha und Hajjara. Die Berge des Haraz-Gebirges liegen wie Ungetüme vor uns. Kurz vor unserem Ziel müssen wir in kleinere Busse umsteigen, da die großen Reisebusse, mit denen wir unterwegs sind, die Steigungen nicht mehr schaffen. Zurückgesetzt in die Zeit des Mittelalters begeben wir uns in das Gebiet der ältesten Hochhäuser der Welt - eine unwirkliche Welt in der Esel, Kat, Islam, ein einfaches Leben sowie eine nicht gezählte Anzahl Plastiktüten, die durch den Wind aufgetrieben in dem Land umherfliegen aufeinander treffen. Der Blick auf Installationen von Satellitenschüsseln zeigt uns die Neuzeit im Mittelalter an.

 

Sonntag, 17. April 2005
Kreuzen im Roten Meer 

Nach einem herrlichen Abschieds-Dinner heißt es wieder einmal: Do Swidanja! Auf Wiedersehen! Good Bye! Au revoir!, im Musiksalon, bei der sich alle Tages- und Abendkünstler von den Gästen der Maxim Gorki mit einer bunten Show verabschieden. Die Gäste genießen noch einml eine Champagner-Nacht mit herrlichen Bouchées chades und Canapés in der Rossia Lounge, die die Küche einmal mehr gezaubert hat. Und wer dann noch Lust auf ein wenig mehr verspürt, im Captains Club wird bei heißen Rhytmen vom Plattenteller bis in den frühen Morgen gefeiert und getanzt.

 

Montag, 18. April 2005
Urlaub auf See 

Nun sind schon wieder die Koffer zu packen. Die Reise verging wie im Fluge. Insgesamt haben wir 11.012 Kilometer von Kapstadt bis Safaga zurückgelegt. Die letzten Visitenkarten sind verteilt, neue Freunde zum Adieu in die Arme genommen, wehmütig nehmen wir von unserem Urlaub Abschied mit dem Versprechen: Nächstes Jahr sehen wir uns wieder, bei einer weiteren Reise mit "unserer" Maxim - Rund um die Welt.

 

Dienstag, 19. April 2005
Safaga/Ägypten
Rückflug nach Deutschland 

Nachdem wir in Safaga angekommen sind, bringt uns ein Bus zum Flughafen nach Hurghada. Nachdem die Koffer eingescheckt worden, und die Pässe und das Handgepäck zum wiederholten male kontrolliert worden sind, offenbar einmal mehr zu unserer eigenen Sicherheit, können wir mit dem Flieger nach Frankfurt fliegen. Es war mal wieder sehr schön - auf unserer geliebten Maxim Gorki - bei einer Reise vom Kap der Guten Hoffnung  nach Nordafrika um das Horn von Afrika herum.

 

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