Logbuch von Kai Riechmann
(Computer, Foto + Video Digital Seminare)

Höhepunkte des Orients und Westeuropa
MAX 159 vom 19 April 2005 - 07. Mai 2005

 

19. April - Flug und Ankunft 

Mit der Condor bei Regen und 10 Grad Celsius vom Frankfurter Flughafen ins sonnige Hurghada mit 30 Grad Celsius. Auf einer nahezu autofreien Wüstenlandstraße in einer Stunde nach Safaga, wo wir im Hafen das erste Mal die gewaltige Silhouette der TS Maxim Gorki von der Ferne aus erblicken können. Ein tolles Gefühl, wenn man zum ersten Mal die gut klimatisierte und sehr geräumige Kabine betritt. Kräftige und sehr freundliche Matrosen brachten zügig das Gepäck in die Kabine. Um 22.00 Uhr wurde die TS Maxim Gorki von zwei Schleppern aus dem Hafen in das offene Meer gezogen, was besonders die neuen Bordpassagiere mit Spannung an der offenen Neptun Bar oder an der Reling verfolgen konnten. In der Neptunbar unterhielt Nandor Nagy die Leute mit sanften Klängen auf dem Keyboard. 

 

20. April - Sharm el-Sheikh/Sinai 

Um 6.00 Uhr morgens erreichten wir das Städtchen Sharm el-Sheikh an der Spitze der Sinai Halbinsel, die die Landbrücke und umstrittene Grenze zwischen Ägypten und Israel ist. Wir besuchten zu Fuß den neuen und alten Basar am Hafen. Mit dem Taxi fuhren wir weiter an einen Hotelstrand um die neue Tauchausrüstung auszuprobieren. Von der Tauchbasis, die ein wenig außerhalb lag, begannen wir unseren Tauch- und Schnorchelausflug in den fast 28° C warmen Wasser des roten Meeres. Eine eindrucksvolle Unterwasserwelt und eine große Artenvielfalt, was Fische und Korallen bedeutete, empfing uns. Gegen 18:30 verließen wir Sharm el-Sheikh und das Showorchester spielte im Musiksalon internationale Musik und wir ließen den Tag mit einigen Tänzen ausklingen.

 

21. April - Aqaba / Jordanien 

Gegen 09:00 starteten wir unseren privaten Ausflug nach Petra und Wadi Rum mit einem Taxi und unserem privaten Führer Udo, den wir am Vorabend beim Essen kennen gelernt haben. Mit unserem vollklimatisierten Taxi erreichten wir nach 1 Stunde Petra, die antike Felsenstadt der Nabatäer. Nach ca. 45 Minuten Fußweg durch eine imposante Felsenschlucht

zeigten sich uns die prächtigen Höhlengräber und Tempel, von denen die meisten in die rosaroten Sandsteinwände gehauen wurden. Mit dem Eselskarren ging der Rückweg dann umso leichter und schneller, wir stiegen um in das wartende kühle Taxi und machten uns auf den Weg Richtung Wüste. Wadi Rum mit seinen Beduinenzelten durchfuhren wir nach einem Fahrzeugwechsel – geländegängiger Jeep – schwarz und rostfarbene Felsenkuppen, die aus dem rosa Sand aufragten, vor dem nahezu blauen Himmel, wirklich eine imposante Kulisse. Der Reiz diese Ausflugs liegt in der großartigen Wüstenlandschaft, die durch den Wind und den Sand geschliffen wurde. Den Tag ließen wir dann auf dem Sportdeck ausklingen, bei flotter Tanzmusik mit der Bordband Skiffs.

 

22. April - auf See – erster Seetag 

Nach einem gemütlichen Frühstück entscheiden wir uns für die Dokumentation über den Bau der heutigen Maxim Gorki im Maxim Theater. Nach dem Mittagessen lassen wir uns in die natürliche japanische Heilkunst einweihen – Reiki Meisterin Christa Frey informiert über ihren Kurs. Am Abend wurden wir von Kapitän Vladimir Yakimov begrüßt, es folgte das vorzügliche 5 Gänge Kapitäns-Dinner mit anschließender Vorstellung sämtlicher Künstler in einer Revue im Musiksalon.

 

23. April - Suez/ Ägypten – auf Reede 

Der gestrige Abend war ein voller Erfolg, alle Künstler haben die Gäste auf ihre jeweiligen Soloprogramme neugierig gemacht. Früh sind wir aus den Federn, nur einige Gäste sind noch früher aufgestanden, denn der Ausflug zu den Pyramiden von Gizeh startet schon um 6.00 Uhr. Um 8.30 Uhr beginnen zwei weitere Ausflüge. Also heißt es für uns in die Boote zum austendern, im Hafen warteten bereits drei angenehm temperierte Phönix-Reisebusse auf uns. Der erste Stopp in Kairo führt uns in die Alabaster-Moschee, danach widmen wir uns den Mumien im ägyptischen Museum, bis endlich die Pyramiden zu sehen sind. Kairos Häuser sind fast bis an die Pyramiden herangebaut. Beim Mittagessen im Le Meridien Hotel können wir sie durch die Panorama-Fenster sehen, aber nach dem Mahl ist es soweit, wir stehen vor dem letzten noch erhaltenen Weltwunder der Antike. Weiter geht es zur Sphinx und auch der obligatorische Besuch im Papyrus-Institut wird gerne absolviert bis wir gegen 21 Uhr wieder die Maxim erreichen. Ein ausgedehntes Barbecue auf dem Sportdeck füllt unsere Energiereserven auf. Um 24.00 Uhr ist es dann soweit, die Maxim Gorki verabschiedet sich von Suez.

  

24. April - Passage des Suez-Kanals 

Heute ist Sonntag, die Sonne lacht vom Himmel und es geht uns gut. Heute gibt es tagsüber jede Menge zu tun. Der Suez-Kanal wird passiert nachdem wir uns in den Konvoi von bis zu 22 Schiffen eingereiht haben. Ohne Schleusen und mit einer Länge von 171 km erreichen wir Port Said am Abend. Am Vormittag nahmen wir am ökumenischen Gottesdienst teil, bevor unseren Nachtisch im Fitnessraum purzeln ließen. Weitere Gäste, die zuvor eine Nilkreuzfahrt gemacht haben steigen im Hafen von Port Said hinzu.

 

 25. April - Seetag 

Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen um die 25°C lassen uns auf einen schönen Seetag schließen. Wir beginnen nach dem Frühstück mit Reiki – einer Heilkunst, die Blockaden löst und den Energiefluss harmonisiert. Wir lernen, was wir vorbeugend gegen die Seekrankheit tun können. Am Nachmittag erklärte ein Lektor im Maxim Theater den südlichen Sternenhimmel, und wie man die sichtbaren Sterne aufspüren kann. Das orientalische Abendessen rundete einen vollkommenen Seetag ab, bevor wir uns den letzten Schlummertrunk im Captains´s Club munden ließen.

 

26. April - Benghasi / Libyen 

Nach einem ausgiebigen Sonnenbad auf dem Neptundeck am Vormittag erreichten wir gegen Mittag den Hafen von Benghasi, wo bereits die MS Albatros lag. Wir stiegen in die Busse nach Ptolemais um die ausgedehnten Resten alter Kulturen zu erwandern. Danach besuchen wir den Bazar in Benghasi – auffällig hier, die ungewohnte Zurückhaltung der Libyer, die uns mit großen Augen anschauen, uns aber unbehelligt durch die Gassen streifen lassen. Mit frischen Kartoffelpuffern am Abend bei der Rückkehr denken wir auch mal wieder ein wenig an daheim.

 

27. April - Seetag 

Es ist Mittwoch und noch immer lacht die Sonne – wir beginnen den Tag mit Qi Gong in der Russia Lounge mit Helmut. Nach der Tischzeit lauschen wir dem Lektor Dr. Schweitzer zum Thema: Wo lag Atlantis? Und erfahren, dass Atlantis alles nur eine Sage ist. Mit einem russischen Abend klingen wir unseren Tag aus. Die russische Mannschaft unterhält uns mit volkstümlicher Musik und Tanz, jeweils in den originalen Trachten.

  

28. April - Tripolis / Libyen 

Bei kühlen 19°C legen wir in Tripolis gegen 08:00 an. Wieder einmal starten wir früh in den Landausflug, Leptis Magna steht auf dem Programm, eine der besterhaltensten Zeugnisse römischen Schaffens in Nordafrika – imposante Ruinen, die wirklich auf eine antike Weltmacht schließen lassen. Wir sind begeistert und lassen uns in die Vergangenheit gerne entführen – Theateranlagen, kilometerlange Prunkstraßen und zahlreiche Tempel, Hadriansthermen, der Marktplatz wie der stete Blick auf das Meer lassen die einstige Pracht dieser römischen Stadt erahnen. Das Mittagessen erwartete uns in einem Beduinenzelt, es gab Cous-Cous, einfach köstlich. Anschließende Rückfahrt nach Tripolis mit Panorama Stadtrundfahrt und Besuch der Altstadt. Um 19:00 mussten wir wieder Abschied von Libyen nehmen, aber das fiel uns leicht, denn „Ein unmöglicher Abend“ mit dem Zauberkünstler Robert folgte.

 

29. April - Seetag 

Immer noch Sonne, aber angenehmer kühle 25°C, Spannung, Spiel und Spaß erwarteten uns bei der großen Kirmes auf dem Sportdeck. Wir versuchten unser Glück beim Dosenwerfen, beim Putten eines Golfballs, beim Korbwurf und beim Jakkolo. Zur Belohnung gab es Wodka und Waffeln mit Kirschen Eis und Sahne, da wir erfolgreich waren. Am Abend verwöhnte uns ein reichhaltiges und opulentes Gala-Buffet, bevor die Künstler ihren Unterhaltungscocktail im Musiksalon starteten.

 

30. April Seetag 

Kaum zu glauben, schon wieder lacht die Sonne, wir können unser Glück kaum fassen, also auf zum Neptundeck, denn dort erwartete uns ein Frühshoppen mit Weißwurst und Brezel, für die gute Stimmung sorgte Bärbel Greif und die Bordband Skifs. Am Abend entführte uns Chris im Musiksalon in die Welt des Entertainments. Seine Travestiekünste wurden untermalt vom Showorchester Labyrint.

 

01. Mai - Malaga/Granada 

Heute erreichen wir mit dem Hafen von Malaga wieder das europäische Festland, schon sehr früh sind wir zum Ausflug nach Granada gestartet. Wir fuhren durch eine grüne und blühende Landschaft Andalusiens, mit Olivenhainen, Mandelbäumen, Ginster und Mimosen. In Granada erwarteten uns die mächtige und einzigartige Burg der Mauren, Alhambra und die bunte Gartenanlage Generalife. Mittags kosteten wir die spanische Küche im Hotel Luna, bevor wir nach Malaga zurückfuhren. „ Lieder meines Herzens“, war der Titel von Tenor Shivko Shelev, der uns am Abend im Musiksalon mit seiner Stimme verzauberte. Gegen Mitternacht passierten wir die Straße von Gibraltar. Der Atlantik hatte uns wieder.

 

 02. Mai - Cadiz 

Gegen 7 Uhr sind wir in den Hafen von Cadiz eingelaufen, heute haben wir uns für eine Stadtbesichtigung auf eigene Faust entschieden. Zunächst ging es auf Sightseeing-Tour mit einem offenen Doppeldeckerbus durch die malerische Stadt, dann zu Fuß weiter in die verwinkelten Gassen. Einige sind heute nach Sevilla aufgebrochen, andere machen eine Sherryprobe in Jerez de la Frontera. Gegen 16:00 Uhr sind wir alle wieder zusammen auf der Maxim und sagen Good By zu Cadiz beim Auslaufen Richtung Lissabon. Französische Chansons von Edith Piaf und Jaques Brel interpretierten am Abend Monica Arno und das Showorchester.

 

03. Mai - Lissabon 

Gegen 7 Uhr fuhr die Maxim Gorki in den Tejo ein, um gegen 9 Uhr in Lissabon anzulegen. Wir liegen direkt unter der imposanten Hängebrücke, die ein wenig an die Golden Gate Bridge erinnert. Wir haben uns für eine Panoramafahrt mit anschließendem Altstadtrundgang entschieden, um uns zwischen Palmen und Strelitzien der südländischen Gelassenheit hinzugeben. Am Abend ging der Vorhang auf für eine Show von Gästen für Gäste. Wir amüsierten uns köstlich über die Talente der Mitreisenden.

 

04. Mai - la Coruna 

Gegen 14 Uhr machten wir in la Coruna fest und erkundeten die Stadt in einem ausgedehnten Landgang zu Fuß. Neben dem Leuchtturm des Herkules schenkten wir den zahlreichen kleinen Geschäften in der Altstadt mit den vielen verwinkelten Gassen unsere Aufmerksamkeit. Klassisch begingen wir den Abend „Von Bach bis Offenbach“ und mit dem Pianisten am Flügel, Prof. Anatoli Gololobov.

 

 05. Mai - Seetag 

Bei milden 18°C am Morgen werden am Außenpool aus einem Eisblock bezaubernde Eisfiguren gemeißelt, die später am Abend das Abschiedsdinner schmückten. Der Kapitän, die Schiffsleitung und die Bordreiseleitung verabschiedeten sich von den Gästen  mit einem Abschiedscocktail im Musiksalon. Danach verabschiedeten sich alle Künstler in einer bunten Show, bevor eine Champagner Nacht in der Russia Longe den Tag beendete.

 

06. Mai - Seetag 

Kaum zu glauben, noch immer lacht die Sonne – azurblauer Himmel empfängt uns beim Frühstück im Außenbereich des Lido-Cafes. Gegen 11 Uhr fand ein zünftiger Abschieds-Frühschoppen mit Leberkäse und Kartoffelsalat an der Neptun-Bar statt. Am Abend wurden die Souvenirs, die sich im Laufe der Weltreise angesammelt hatten versteigert. Helmut erzielte in seiner gewohnt souveränen Art die besten Preise. Danach versammelten wir uns ein letztes Mal im Captain´s Club, um zum Abschied tanzend „Servus“ zu sagen. Eine traumhaft schöne, spannend unterhaltsame Reise neigte sich dem Ende zu.

 

07. Mai - Ankunft in Bremerhafen 

Eine bezaubernde Reise in die Antike ging zu Ende, Adressen mit den neu gewonnenen Freunden und Bekannten wurden ausgetauscht, die Eine oder Andere Träne wurde vergossen und wir sagten „Auf Wiedersehen“ zur Maxim Gorki und ihrer sympathischen Mannschaft.

 

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